Monday, July 30, 2007

Primo Victoria


Die erste deutsche Fußball-Meisterschaft wurde nie ganz ausgespielt - entsprechend gab es auch keinen richtigen Sieger. Das ist mittlerweile 113 Jahre her, trug sich also 1894 zu. Im Gegensatz zu heute, fiel die Entscheidung damals in einem Finale, das aus Hin- und Rückspiel bestand. Damals standen sich Victoria Berlin und der Hanauer FC gegenüber, beides also Mannschaften, bei denen nichts mehr von ihrer glorreichen Vergangenheit veblieben ist. Das Hinspiel konnten die Berliner für sich entscheiden - das Rückspiel fand nie statt. Aus dem einfachen Grund, dass sich die Mannschaft des Hanauer FC die Anreise nach Berlin nicht leisten konnte.
Damals wurde also Victoria Berlin die Meisterschaft zugesprochen, obwohl sie nicht abschließend ausgespielt wurde.
Im Grunde genommen ein Skandal - dachten sich auch die beiden Vereine und spielten nun, 113 Jahre später, das Finale erneut aus. Victoria Berlin befindet sich momentan in der 5. Liga, der Hanauer FC in der 7., von Spitzenfußball konnte wohl also nicht die Rede sein. Am Ende war es dann wieder Victoria Berlin, denen nach dem 3-0 Sieg im Hinspiel ein 1-1 Unentschieden im Rückspiel zum Ehrensieg der ersten Meisterschaft reichte.
Damit wäre auch das endlich geklärt.

Monday, July 23, 2007

Tamagotchi-Emo

Auf dieser Seite kann man sich einen Emo ganz nach eigenen Wünschen zusammenstellen und dieser wird dann als eine Art Tamagotchi erstellt. Ihr könnt ihn füttern, versuchen mit ihm zu spielen, ihm Rasierklingen zum Ritzen geben, in seinem Tagebuch über die Ungerechtigkeit der Welt weinen lassen oder ihm etwas von seiner Emo-Musik geben.
Natürlich gibt es keine Zufriedenheitsanzeige wie bei einem echten Tamagotchi, der Mini-Emo kann aber unterschiedliche Grade der Depression erreichen.

Wednesday, July 18, 2007

Up and down

Schon drei englische Überschriften in Folge.
Wieder einmal gibt es ein Update in der FIFA-Weltrangliste, mit der ich die überwiegend sportinteressierte Leserschaft regelmäßig auf kritische Art und Weise versorge. Die Copa America (amerikanische Europameisterschaft) ist ganz frisch beendet und verursacht natürlich eine Verschiebung in der Punktewertung der Weltrangliste. Dort konnten die Brasilianer den Erzrivalen Argentinien deutlich mit 3-0 im Finale besiegen und konnten somit wieder den ersten Platz erobern, Argentinien legte dadurch ebenfalls kräftig zu. Das bedeutet für Deutschland den Verlust eines Platzes. Aber das ist halb so wild, der Sieg der EM 2008 ist bei uns noch natürlich nicht mit eingerechnet, da hat sich die FIFA gewohnt recht konservativ.
Ansonsten ist ein Sprung von Kroatien zu bemerken und vor allem ein riesiger Aufstieg von Mexiko durch den 3. Platz bei der Copa America. Nur wo sind die Engländer? Die gurken auf dem 12. Platz rum und sind damit nur noch lächerliche 2 Plätze und 61 Punkte vor den USA.

1. Brasilien (1500 Punkte/Veränderung Plätze:+2)
2. Argentinien (1476/+3)
3. Italien (1368/-2)
4. Frankreich (1357/-2)
5. Deutschland (1311/-1)
6. Niederlande (1195/+3)
7. Kroatien (1192/+4)
8. Portugal (1146/-2)
9. Spanien (1144/-2)
10. Mexiko (1142/+16)

Here we are now, entertain us

Die englischen Überschriften kommen ganz gut, werd ich jetzt öfter bringen.
Wie ja mittlerweile bekannt, hat der Sender Sat1 in einer Nacht- und Nebelaktion seine News-Sendung eingestellt. Hintergrund dessen ist der neue Investor, der gerne etwas mehr Geld fließen sehen würde. Dabei ist das gar nicht mal so falsch gedacht: die News-Sendung beißt sich nämlich durchaus mit dem restlichen Programm.
Zwischen Annika Kipp (aka Miss Superdoof) im Frühstücksfernsehen, Barbara Salesch und Lenßen & Partner plötzlich auf seriös zu machen, funktioniert nicht so richtig. Denn die Frage ist eigentlich, warum muss jeder größere Sender unbedingt seine eigene Nachrichtensendung haben? Sat1 beispielsweise spricht doch ein Klientel an, das leichte Unterhaltung sucht und entsprechend meist wenig Interesse für seriöse Nachrichten aufbringt. Wer guckt denn überhaupt Nachrichten auf Sat1 oder gar auf RTL2?
Jeder der ernsthaft an Nachrichten interessiert ist, schaut sich die doch auf den öffentlich rechtlichen Sendern an. Insofern wohl gar keine schlechte Entscheidung, diese News brauchte nämlich kein Mensch (abgesehen von den 150 Mitarbeitern, die jetzt auf der Straße stehen) - vielleicht ziehen ja die anderen Privatsender bald nach.

Tuesday, July 17, 2007

Did you know?

Es gibt ja diese berühmten "Did you know?" Rubriken auf Internetseiten, bei denen man stundenlang die Seite aktualisiert um die nächste zufällige sinnlose Information zu bekommen. Ein paar dieser knallharten Fakten gibt es jetzt gesammelt hier, wer möchte kann auch einen Blick auf die Datenbank des nutzlosen Wissens werfen:

Alle Uhren im Film »Pulp Fiction« stehen auf 4:20 Uhr.

Das Herz einer Frau schlägt schneller als das eines Mannes.

Jeder Kontinent weist mindestens eine Stadt mit dem Namen Rom auf.

In Cupertino, Kalifornien ist es illegal, gut hörbar rückwärts im Hexadezimalsystem zu zählen.

Die Astronauten im Space-Shuttle schweben, weil sie sich im freien Fall um die Erde befinden.

Während schwerer Regenfälle starren viele Truthähne mit offenem Schnabel in den Himmel und ertrinken dabei.

Es wird pro Jahr mehr Monopoly-Geld gedruckt als echtes - weltweit.

Im altem Ägypten gab es eine Gottheit, deren Name »Furz« war.

Mel Blanc, die amerikanische Synchronstimme von Bugs Bunny, war allergisch gegen Karotten.

Die 10 Gebote zählen 279 Wörter, die Unabhängigkeitserklärung der 13 nordamerikanischen Staaten von 1776 zählt 300 Wörter, die EU-Verordnung über den Import von Karamell-Bonbons aus dem Jahr 1981 besteht aus 25.911 Wörtern.

Das am häufigsten besuchte Monopolyfeld ist statistisch gesehen der Opernplatz.

Erdnüsse sind keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte.

Queen Elizabeth II. besitzt den LKW-Führerschein.

Adolf Hitler (der »Führer«) besaß keinen Führerschein.

Es ist möglich, eine Kuh eine Treppe heraufzuführen. Unmöglich ist es jedoch, sie die Treppe wieder herunterzuführen.

Es gibt keine Bestrafung wenn man aus einem Gefängnis ausbricht. Allerdings darf dabei nichts kaputt gehen und niemand zu Schaden kommen. Wird der Ausbrecher wieder eingefangen, muss er lediglich seine Zeit weiter absitzen.

Es sterben jährlich mehr Menschen durch Sektkorken als durch giftige Spinnen.

In Wilbur, Washington ist es verboten, auf einem hässlichen Pferd zu reiten.

Sellerie hat »negative« Kalorien. Es kostet mehr Kalorien, eine Stange Sellerie zu essen, als es eigentlich einbringt.

Hält man Goldfische in dunklen Räumen, werden sie weiß.

Ein Goldfisch hat eine Gedächtnisspanne von 3 Sekunden.

Der Aztekenherrscher Montezuma hatte einen Neffen namens Cuitlahac. Dieser Name bedeutet übersetzt in etwa »Großer Haufen Scheiße«.

Nach allen Erkenntnissen der Aeronautik ist die Hummel flugunfähig. Hummeln wissen das nicht und fliegen trotzdem.

Wissenschaftler haben 200.000 Strauße über acht Jahre beobachtet. Kein einziger Strauß steckte in dieser Zeit seinen Kopf in den Sand.

Monday, July 09, 2007

Vertrauen ist gut...

nur wem kann man eigentlich vertrauen? Einer Umfrage unter Deutschen zufolge kann man besonders gut Günther Jauch trauen. 76,9% der Befragten würden sich zutrauen, Günther Jauch zu vertrauen. Auf Platz 2 folgt schon unser Bundes-Jogi, gefolt von Schmalzfrisur Peter Kloeppel. Hier mal die Top 10 der vertrauenswürdigsten Personen überhaupt:
1. Günther Jauch
2. Joachim Löw
3. Peter Kloeppel
4. Richard von Weizsäcker
5. Horst Köhler
6. Herbert Grönemeyer
7. Mario Adorf
8. Königin Silvia von Schweden
9. Hans-Dietrich Genscher
10. Uwe Seeler

Noch ein paar weitere Interessante Namen, wobei doch verwunderlich ist, dass der Papst es nur auf den 11. Platz geschafft hat:
11. Papst Benedikt XVI
20. Jürgen Klinsmann
23. Peter Maffay
30. Angela Merkel
36. Günter Netzer
38. Barbara Salesch
41. Franz Beckenbauer
58. Wolfgang Schäuble
60. Helmut Kohl
70. Gerhard Schröder
78. Klaus Wowereit
85. Stefan Raab
100. Jan Ullrich

Wer vertraut denn bitte Peter Maffay? Da würd ich noch eher Hannibal Lecter als Babysitter engagieren. Interessant meines Erachtens auch, dass der Kaiser nur auf Platz 41 gelandet ist. Den Vogel abgeschossen hat natürlich Jan Ullrich, der es tatsächlich auf die Liste geschafft hat.

Friday, July 06, 2007

absolutes Fahrverbot für Anfänger

Eieiei, was war das knapp. Nur 3 Jahre später geboren und ich wäre auch von der neuen 0,0 Promille-Regel betroffen gewesen. Das absolute Fahrverbot gilt natürlich nur eingeschränkt, obwohl das ja eigentlich schade ist. Nach der Zustimmung des Bundesrates dürfen somit Fahranfänger (sprich innerhalb der 2-jährigen Probezeit) und auch alle unter 21-Jährigen keinen Tropfen Alkohol mehr im Blut haben wenn sie am Steuer sitzen. Die drakonischen Strafen von bis zu 1.000 Euro, 2 Punkten in Flensburg und Verlängerung der Probezeit (und somit der Abstinenz) um weitere 4 Jahre werden je nach Härtefall verhängt und/oder kombiniert.
Für alle die sich dem nicht mehr unterwerfen müssen, heisst es weiterhin: hackedicht durch den Verkehr drängeln. Bei meinen Recherchen habe ich übrigens herausgefunden, dass Busfahrer eine 0,1 Promille-Grenze haben - nur mal so am Rande.
Was die Verkehrssicherheit angeht, muss man allerdings der verpassten Chance nachtrauern, direkt auch ein absolutes Fahrverbot für alle Frauen verhängt zu haben.
Die Entwicklung ist klar und wird noch schlimmere Ausmaße annehmen: Bei der letzten Verringerung der Promille-Grenze stieg die Anzahl der Unfälle drastisch an - einfach aus dem Grunde, dass die Männer sich fortan von ihren Frauen abholen ließen anstatt sich selbst angetrunken auf den Weg nach Hause zu machen.

Friday, June 22, 2007

20% auf alles

... außer Tiernahrung.
Jeder kennt diesen Slogan von Praktiker. Nun habe ich ein Gerücht gehört und etwas recherchiert um auf erschreckende Fakten zu stoßen:
Dieser Slogan ist mittlerweile schon reichlich alt und hat einfach einen Kultstatus erreicht, das "20% auf alles, außer Tiernahrung" gehört schlicht zusammen.
Aber warum gibt es denn nun keinen Rabatt? Das liegt daran, dass Tiernahrung in das Sortiment preisgebundener Artikel fällt, so wie z.B. auch Zigaretten. Für diese Artikel dürfen keine Preisnachlässe gegeben werden.
Mittlerweile bietet Praktiker übrigens keine Tiernahrung mehr an (bis auf wenige Artikel) - der Slogan ist nur so etwas wie ein Running-Gag.
Der Anschiss lauert überall...

Thursday, June 21, 2007

Disketten Jogleure


In ziemlich genau einem Jahr findet bekanntermaßen die Fußball EM statt, Gastgeber des Spektakels sind unsere geliebten Nachbarn aus Österreich und der Schweiz. Momentan wird emsig nach der EM-Hymne gesucht, geschrieben und ausprobiert. Traditionell wird der offizielle Song von einem bekannten Künstler des Gastgeberlandes gesungen (EM 2004 Nelly Furtado), und genau da herrscht das Problem: die bekanntesten lebenden Musiker aus Österreich und der Schweiz sind DJ Ötzi und DJ Bobo (in Fachjournalistenkreisen auch "Pest und Cholera").
Es besteht also eine gute Chance, dass einer dieser Herren nächstes Jahr rund um die Uhr aus den Lautsprechern ertönt. Nicht auszudenken, was passieren sollte, wenn die beiden sogar noch etwas zusammen in einer Kooperation machen sollten, dann brennt hier echt die Heide. Vielleicht hätte man mit etwas Weitsicht auf diese potenziellen EM-Hymnen-Aspiranten die EM doch nicht in die Alpen verlegen sollen.

Wednesday, June 13, 2007

Duracel


Sie läuft und läuft und läuft, bzw. klettert unsere Nationalmannschaft.
Nein es ist nicht der gleiche Beitrag wie von vor einem Monat, wir sind nur im Fußball einfach so unfassbar gut, dass wir dauernd in der Weltrangliste steigen. Wieder ein Rang höher, mittlerweile ist Deutschand auf Platz 4 der Welt gesetzt und auch schon nahe an den dritten Platz und damit Brasilien gerückt.
Wen wir hinter uns gelassen haben, das sind die Steakfresser. Wurde auch Zeit nach der Demontage bei der WM.
Here are the results of the FIFA-Jury:
1 Italien 1653 +/- 0
2 Frankreich 1585 +2
3 Brasilien 1484 -1
4 Deutschland 1467 +1
5 Argentinien 1373 -2
6 Portugal 1323 +1
7 Spanien 1273 +2
8 England 1240 +/- 0
9 Niederlande 1220 -3
10 Tschechien 1096 +/- 0

Friday, June 08, 2007

Der First Gentleman

Da sich momentan ja die Staatsoberhäupter der acht wirtschaftlich führenden Nationen versammeln um so dieses und jenes zu besprechen, kommen deren Lebenspartner natürlich etwas zu kurz - denn wie jedem bekannt haben die Herrschaften ansonsten, wenn sie nicht gerade auf einem G8-Gipfen sind, viel viel mehr Zeit und kümmern sich liebreizend um ihre Partner.
Um den Entzug etwas abzumildern, gibt es ähnlich wie in einem Robinson Club für jeden die passende Beschäftigung: Also können sich die Frauen der Länderbosse in Ruhe vergnügen, aber Moment, da war doch was - richtig, Deutschland wird ja von einer Frau regiert. Folgerichtig nimmt der Ehemann von Frau Merkel am Partnerprogramm teil, als einziger Mann versteht sich.
Aber was machen die First Ladies eigentlich so den ganzen Tag, wenn sie zusammen sind?
Sektfrühstück? Dirty Dancing gucken? Schuhe kaufen? Flaschen drehen? Pyjama Partys? Singstar? Ringelpietz mit Anfassen?
Der arme Joachim Sauer.
Die Fantasien reichen bis ins Unendliche; kriegt man dann allerdings mit, was sie wirklich machen, folgt gnadenose Desillusionierung:
Sektempfang (immerhin!), Gruppenfoto, wissenschaftlichen Vortrag des Direktors des Rostocker Max-Planck-Instituts über die Bevölkerungsentwicklung in den G8-Staaten, Quatschen mit Teilnehmern des Junioren-G8-Gipfels.
Laaangweilig!

Wednesday, June 06, 2007

Abendstund hat Gold im Mund


In Dänemark gibt es seit einiger Zeit eine Bewegung, die sich für Spätaufsteher einsetzt. Das klingt auch sinnvoll, wenn man bedenkt, dass 4 von 5 Menschen Spätaufsteher sind. Dabei wird mit dem Biorhythmus argumentiert und es wird für ein Verschieben des täglichen Ablaufs nach hinten gekämpft. Diese "B-Menschen", wie sie genannt werden kriegen andere Arbeitsverträge, fangen später an und hören später auf. Sie sind am Morgen einfach unproduktiv und arbeiten lieber in den Abend hinein.
In Dänemark gewinnt die Bewegung zunehmend an Anhängern und auch in Norwegen werden die ersten Schritte in dieser Richtung unternommen.
Fragt sich wann endlich einer für die C-Menschen wie mich einsetzt, die gerne ausschlafen und trotzdem gerne früh Feierabend haben, am besten zum gleichen Lohn.
Wer den Artikel über die Bewegung lesen möchte, kann dies hier tun.

Wednesday, May 30, 2007

Bodenständigkeit

Aus aktuellem Anlass greife ich hier mal ein Thema auf, dass mich bereits am Wochenende beschäftigt hat und zu einer zähflüssigen Diskussion führte, die sich irgendwie im Kreise drehte: Dabei ging es um ein Konzert, genauer um Preise für Konzerte. Der Shootingstar Michael Bublé verlangt für seinen Auftritt nämlich satte 70 Euro, wobei ich mich echauffierte über diesen Wucher. Mit welchem Recht dieser Mann denn soviel bzw. sogar mehr verlangt als Bands, die seit 20 Jahren im Geschäft sind und ganze Genres geprägt haben.
Verlief sich wie gesagt irgendwo, aber heute hat eine Meldung mit gleicher Thematik doch den Vogel abgeschossen.
Barbra Streisand, die scheisse heisst, scheisse aussieht und scheisse singt, beehrt Europa mit ihrem gottgleichen Wesen und verlangt dafür nur einen kleinen Obolus. Deutschland gehört hier noch zu den Ländern, die am preiswertesten an Karten rankommen: 114,50€ für die billigste, 557€ für die teuerste Karte - wohlgemerkt: nicht Schwarzmarkt sondern Normalpreis.
Unsere Nachbarn aus der Schweiz müssen sogar bis zu 2250 Franken (ca. 1360 Euro) zahlen.
Ob einem Ohrenbluten soviel wert ist, muss wohl jeder für sich entscheiden.

Meinungsfreiheit für Fortgeschrittene

In Russland geht es ja nicht ganz so Wischiwaschi zu wie in Deutschland, da wird einfach mal durchgesetzt, was die Führungskräfte so denken. Insbesondere die orthodoxe Kirche mag ja nun Schwule und Lesben mal sowas von gar nicht, dass sie auch gemeinsame Aufläufe von Homosexuellen gerne mit Hetzkampagnen beantwortet.
Wie ich gestern im Radio erfahren habe, ist überhaupt Sex zwischen Homos in Russland erst seit etwas über 5 Jahren nicht mehr strafbar. Anerkannt ist es deswegen noch lange nicht, ein CSD wie er z.B. in Deutschland stattfindet ist dort undenkbar - vor ein paar Tagen gab es ja bei einer Demonstration von Schwulen und Lesben für die Meinungsfreiheit direkt Keile von der Bevölkerung und die Polizei schaute interessiert zu. Dabei wurde übrigens auch der Sänger von Right Said Fred verletzt; nur so am Rande.
Das Beste allerdings ist, dass Russland ernsthaft daran arbeitet, die Teletubbies zu verbieten, weil der eine von denen eine Handtasche trägt und folgerichtig transsexuell sein muss. Man muss den Russen zumindest zugestehen, dass sie ihre Linie bis zu Ende denken.

Wednesday, May 16, 2007

höher, schneller und weiter

Momentan herrscht etwas Stillstand bei stirp.de, das liegt an mehreren Faktoren, ein wichtiger war die gerade absolvierte Abschlussprüfung der Ausbildung des Chefredakteurs; ein weiterer wichtiger und zeitaufwendiger Grund ist die zu schreibende Dokumentation zum Abschlussprojekt, die ziemlich eilt.

Doch das alles ist in absehbarer Zeit vorbei und dann geht es wahrscheinlch wieder ein kleines bißchen aktiver weiter.
Doch wollen wir mal etwas produktiv sein: Die FIFA veröffentlich regelmäßig unregelmäßig die Weltrangliste der Nationalteams. Mit Stolz kann wieder die Position des deutschen Teams bekannt gegeben werden, es reicht für einen wirklich respektablen fünften Platz - und was noch viel wichtiger ist: Holland und England sind weit weit hinter uns (Platz sechs und acht). Hier die Top-5:
1. Italien (1606 Punkte)
2. Brasilien (1538)
3. Argentinien (1520)
4. Frankreich (1507)
5. Deutschland (1390)

Tuesday, May 08, 2007

Swindle

stirp.de, das Magazin für Umwelt-Propaganda, hat ein interessantes Video gefunden. Im Zuge der momentan geführten und unsagbar auf jegliche Genitalien gehende Diskussion der Erderwärmungs-Panikmache erschien ein Bericht, der gegenteiliges behauptet. Sehr spannend zu sehen und auch mit deutschen Untertiteln:
The Great Global Warming Swindle

Monday, April 30, 2007

Zeit ist Geld

Es gibt ja Leute, die niemals das im Hause haben, was sie brauchen. Zu diesen Menschen gehöre ich. Wenn ich also einen Brief verschicken will, muss ich immer zur Post und mir eine Briefmarke kaufen, Briefe habe ich mittlerweile auf Vorrat, aber nur weil es die nicht einzeln gab. Also morgens vor der Arbeit schnell zur Post, dauert ja nicht lange. Erster Gang zum Briefmarkenautomaten, dieser gibt aber kein Rückgeld und ich habe nur ein Zwei-Euro-Stück. Ich muss ich also rein und mir persönlich die Briefmarke übergeben lassen. Natürlich hat nur eine Kasse geöffnet und vor mir stehen vier Leute, von denen drei in einem so fortgeschrittenen Alter waren, dass sie wohl entschlossen hatten, noch morgens zur Post zu gehen, falls sie den Nachmittag nicht mehr erleben sollten - sicher ist sicher. Einerseits hatte ich es eilig, andererseits musste ich den Brief unbedingt noch vorm Feiertag rausschicken. Ein eindeutiges "Worst-Case-Szenario" (zu deutsch: Wurst-Käse Szenario). Leider waren diese Menschen genau so langsam wie ich befürchtet hatte, so dass ich neben mir leise die Sanduhr meines Lebens rieseln sah.

Am Nachmittag entschloss ich mich dann nach der Arbeit einfach noch schnell zu Burger King zu fahren, weil ich absolut keine Lust hatte, mir selbst etwas zu Essen zu machen. Dort angekommen war natürlich kein Parkplatz frei, also kurz ins absolute Halteverbot gestellt - bin ja gleich wieder da.
Leider hatte sich in besagtem Burger King ganz Steglitz zum Stelldichein eingefunden. Einzelne Schlangen vor den Kassen riechen nach Murphy. So kam es dann auch, Reihe um Reihe zug an einem vorbei, dann war ich endlich dran, fast. Nur noch ein Mann vor mir. Der asiatisch-stämmige Mann, der nur mittelgutes Deutsch sprach, bestellte auch nicht viel, nur ein Kids Menü. Leider war seine Entscheidungskraft nicht sonderlich ausgeprägt, so dass er sich beraten ließ, welches Spielzeug er nehmen sollte. Er ließ sich dann mehrere zeigen und vorführen. Als ich dann endlich dran war, brauchte das völlig überlastete Burger King-Team noch 5 Minuten um mir meinen Double Cheeseburger fertig zu machen, ist ja auch ein abgefahrener Wunsch.
Mit meinem schwer erkämpften Mittagessen schritt ich dann erleichtert zurück zum Auto. Dort klebte ein kleiner Zettel an meiner Windschutzscheibe.

Sunday, April 29, 2007

Liebling der Woche 17/07

Der Karlsruher SC hat gerade den Wiederaufstieg in die erste Bundesliga klar gemacht. Darüber freuen sich natürlich die Berliner, denn der KSC ist ja quasi der einzige Verein, mit dem Hertha nicht auf direktem Kriegsfuß steht sondern so etwas wie ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Gratulation an den KSC.
Und was soll der andere Quatsch bitte, da verliert Schalke endlich mal und die verdammten Bremer versagen so dermaßen kläglich gegen Bielefeld, das es de facto ja nicht einmal gibt.

Wednesday, April 25, 2007

This is SPARTAAAAAA

Schon auf der Berlinale sorgte der Film "300" für Furore. Das lag daran, dass er irgendwie anders ist als andere Filme, das wiedrum liegt daran, dass der Film nur der Hälfte der Menschheit gefällt, nämlich der männlichen. Ich hab 300 gestern gesehen und bin seitdem in einer Art Gewalt-Trance. Wie verdammt geil ist dieser Film denn bitte? Und wie kann dieser Film ernsthaft ab 16 sein? Das Blut und die abgetrennten Körperteile flogen einem ununterbrochen um die Ohren, sozusagen ja die Grundlage jedes guten Films (es haben nur Zombies gefehlt).
Es bleibt die Frage, warum der Perserkönig Xerxes der absolute über-Gaylord war, kein Wunder, dass sich die Iraner auf den Turban getreten fühlen (wenn man bei Google nach Bildern von Persern sucht findet man übrigens nur Bilder von Katzen. Sogar Google bestätigt damit indirekt, dass alle Iraner Pussys sind).
Ich verweise bei der Gelegenheit auf die schöne Homepage spartaaaaaa.de

Sunday, April 22, 2007

Liebling der Woche 16/07

Diese Woche hat es der Papst zum Liebling der Woche geschafft. Ratze fährt weiterhin seinen Reformkurs und revolutioniert die Kirche. Nach den irrtümlichen Schlagzeilen, nach denen das Fegefeuer abgeschafft werden sollte, gab der Vatikan aber Entwarnung: auch weiterhin muss selbstverständlich jeder durch die qualvolle postmortale Waschanlage. Was aber geupdatet wird ist die Vorstellung der Vorhölle, auch tote ungetaufte Kinder müssen nun nicht für immer Niemandsland rumgurken und sich langweilen, ab sofort gibts für alle einen Freifahrtschein in den Himmel. Dass dadurch die Arbeitslosenquote von Kindergärtnern in der Vorhölle auf ein beunruhigendes Maß steigt hat Benni wohl nicht bedacht. Man darf gespannt in die Zukunft schauen und abwarten was Reform-Ratze noch so alles auspackt, wer weiß - vielleicht gibt es ja sogar eine Neuauflauge der mittlerweile etwas überholten Heiligen Schrift, dann unter dem modernen Titel "B1b3l 2.0".
Dazu noch ein Schaubild aus vergangenen Tagen: